Tarifabschluss feinkeramische Industrie (West) 2015

Löhne und Gehälter steigen um insgesamt 4,5 Prozent

Frankfurt/Main. IG BCE und Arbeitgeberverband haben am späten Dienstagabend (30.Juni) für die feinkeramische Industrie ein Tarifpaket geschnürt. Die Löhne und Gehälter steigen in zwei Stufen um insgesamt 4,5 Prozent. Außerdem wird die Altersvorsorge der rund 24.000 Beschäftigten ebenfalls in zwei Stufen um 200 Euro angehoben. Zugleich legt das Tarifabkommen eine „positive Differenzierung“ fest: Gut und sehr gut verdienende Unternehmen gehen über den Basisabschluss hinaus und stocken die Altersvorsorge noch einmal um 180 bzw. 300 Euro auf.

IG-BCE-Verhandlungsführer Hans-Joachim Gerloff: „Das Ergebnis entspricht der Lage in der Branche, wir haben einen tragfähigen Kompromiss unter Dach und Fach gebracht. Mit der ‚positiven Differenzierung‘ haben wir tarifpolitisches Neuland erschlossen. Die Beschäftigten werden besser am Unternehmenserfolg beteiligt, zugleich wird der Flächentarifvertrag gestärkt.“

Das Ergebnis im Einzelnen:

  • Basisabschluss: Die Löhne und Gehälter steigen in zwei Stufen um 2,2 und 2,3 Prozent, der Vertrag läuft über 24 Monate. Zusätzlich wird die tarifliche Altersvorsorge in zwei Stufen dauerhaft um 200 Euro erhöht. Die Ausbildungs-vergütungen steigen überproportional in zwei Stufen um jeweils 70 Euro.
  • Basisabschluss plus Stufe 1: Die Altersvorsorge wird zusätzlich zur dauerhaften Steigerung um 200 Euro nochmals um 90 Euro (2015) angehoben, 2016 erfolgt eine weitere Erhöhung um 90 Euro.
  • Basisabschluss plus Stufe 2: Die Altersvorsorge wird zusätzlich zur dauerhaften Steigerung um 200 Euro nochmals um 150 Euro (2015) angehoben, 2016 erfolgt eine weitere Erhöhung um 150 Euro.
  • Außerdem haben IG BCE und Arbeitgeber verbindlich vereinbart, einen „Tarifvertrag Demografie“ auf den Weg zu bringen. Zunächst wollen die Sozialpartner im Rahmen einer Fachtagung im Spätherbst Bedingungen und Möglichkeiten dieses Vertragswerks ausloten.
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