• 20.05.2019
  • Medieninformation XXII-63
Tarifrunde für die feinkeramische Industrie West

IG BCE fordert 5,5 Prozent mehr

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordert für die rund 20.000 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie West eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent. Die Tarifkommission der Gewerkschaft hat heute (20. Mai) außerdem die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen, die Besserstellung von Gewerkschaftsmitgliedern sowie die Verdopplung des Urlaubsgeldes auf 40 Euro pro Tag gefordert.

20.05.2019

„Die Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie dürfen nicht von der allgemeinen Entwicklung der Löhne abgekoppelt werden“, betont Hans-Joachim Gerloff, Verhandlungsführer der IG BCE. Denn schon jetzt herrsche in der Branche ein immenser Fachkräftemangel: „Viele Unternehmen suchen händeringend Auszubildende und haben Probleme, die Aus- und Angelernten zu halten.“

Darüber hinaus fordert die IG BCE den Einstieg in die Verhandlungen zum Bundesentgelttarifvertrag. Das bedeutet die Ablösung der bestehenden Lohn- und Gehaltsrahmentarifverträge, um eine Gleichstellung zwischen qualifizierter gewerblicher Tätigkeit (Löhne) und Angestelltentätigkeit (Gehälter) zu erreichen. „Wir möchten so mehr Entwicklungsmöglichkeiten für die Beschäftigten schaffen“, sagt Gerloff.

Die IG BCE fordert eine Laufzeit von zwölf Monaten. Die erste Tarifverhandlung mit der Unternehmerseite findet am 6. Juni in Frankfurt statt.    

Die feinkeramische Industrie umfasst die Sparten Porzellan, Sanitärkeramik, Fliesen und technische Keramik. Regionale Schwerpunkte liegen in Oberfranken, in der Oberpfalz, im Saarland, im Schwarzwald sowie in den Regionen Stuttgart, Nürnberg und Neuwied.

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